16 Umzugstipps für deine (top-organisierte) Übersiedlung

Stressfrei umziehen klingt unmöglich für dich? Ist es aber nicht und wir zeigen dir, wie das geht! Tu dir selbst einen Gefallen und beginne nicht einfach wild drauf loszupacken. Unsere Umzugstipps helfen dir den perfekten Plan aufzustellen und dadurch einiges an Nerven, Zeit und Geld zu sparen.

Der frühe Vogel fängt den Wurm. Darum ist es ratsam mit den ersten Überlegungen schon 3-4 Monate vor dem tatsächlichen Umzug zu beginnen. Wenn du dich an unsere step-by-step Anleitung mit ziemlich cleveren Umzugstipps hältst, kann das große Packen nur ein voller Erfolg für dich werden.

Vor dem Umzug organisieren

Verabschiede dich von der alten Wohnung 

Sobald du den Zeitpunkt in Erfahrung gebracht hast, an dem du dein neues Wohnheim beziehen kannst, kündige das Mietverhältnisses der alten Wohnung. Besitzt du bereits eine Immobilie, kümmere dich gegebenenfalls früh genug um deren Verkauf. Bei Mietwohnungen ist es immer wichtig die Kündigungsfrist einzuhalten. Bei befristeten Verträgen beläuft sich diese in der Regel auf drei Monate. Für unbefristete gilt eine Kündigungsfrist von einem Monat.

Ein Zeitpuffer hilft Ultrastress zu vermeiden

Achte darauf, dass du zumindest noch so lange Zugang zu deiner alten Wohnung hast, bis der Umzug vollbracht ist. Deshalb ist es von Beginn an extrem wichtig, eine gewisse Überlappungszeit einzukalkulieren.

Dokumentiere etwaige Schäden mit Fotos

Nur so kannst du sichergehen dich im Nachhinein auf keine Diskussionen mit dem Vermieter oder Nachmieter einlassen zu müssen. Dazu zählt auch eine Auflistung der Zählerstände der Wohnung (Gas, Strom, Wasser). 

Wirf ein Auge auf laufende Verträge

Bestimmt hast du über die letzten Jahre Verträge abgeschlossen, wie zum Beispiel Internet- und Mobilfunkverträge. Diese können problemlos mitgenommen werden. Vergiss nur nicht, den Anbieter über deinen Adresswechsel zu informieren. Bei anderen Abschlüssen wie der Haushaltsversicherung macht es Sinn diese an die neu erworbene Immobilie anzupassen. Wende dich dafür am besten rechtzeitig an den Versicherer.

Vergiss nicht auf das Kündigen von Daueraufträgen

Nachdem die letzte ausständige Miete und die Gebühr für Strom, Gas und Wasser überwiesen wurde, stelle sicher, dass der Betrag im nächsten Monat nicht mehr automatisch von deinem Konto abgezogen wird. Melde also deine alte Wohnung (online) bei deinem Energieversorger ab und deine neu ergatterte Immobilie früh genug an. Zusätzlich kannst du dir von deinem bisherigen Vermieter eine Miet-Endabrechnung ausstellen lassen.

Wähle einen geeigneten Termin für den finalen Übersiedlungsprozess

Dieser sollte wohl überlegt sein: Am besten du legst mehrere Tage in einer Woche fest, in der dir nichts anderes dazwischen kommen kann. Denke daran, rechtzeitig deinen Sonderurlaub zu beantragen, denn beim Wechsel der Hauptwohnsitzadresse stehen dir als Arbeitnehmer meist zusätzliche Urlaubstage zu. Details dazu findest du in deinem Kollektivvertrag!

Engagiere fleißige Umzugshelfer

Damit du am Ende nicht alleine dastehst, gib deinen Freunden und/oder Verwandten frühzeitig Bescheid und bitte sie um Unterstützung. Zusammen umziehen geht schneller, ist leichter und macht auch mehr Spaß.

 Do-it-yourself oder Umzugsunternehmen?

Überlege dir, ob du und deine Helfer den Umzug alleine durchziehen wollt, oder ob ein Umzugsunternehmen die bessere Option für dich ist. Klingt interessant für dich? Wir raten: Verschaffe dir alle notwendigen Informationen und Tipps zur Beauftragung von Umzugsunternehmen. So kannst du das für dich am besten passende Angebot herauszufiltern und dir bei Interesse gleich einen Termin ausmachen.

Eine gründliche Entrümpelung

Umziehen kann auch befreiend sein! Nicht alles ist es wert mit umzusiedeln und deshalb ist jetzt der Zeitpunkt gekommen an dem du dein Hab und Gut durchforsten solltest. Überlege dir was du behalten möchtest und was du in deinem neuen Lebensabschnitt nicht mehr benötigst. Am besten spendest du all jene Dinge, die für andere noch brauchbar sein könnten einer gemeinnützigen Organisation wie zum Beispiel der Caritas.

Umzugswagen gefällig?

Du hast dich für einen Do-it-yourself Umzug entschieden und dir fehlt nur noch das notwendige Fahrzeug? Miete dir einen Umzugswagen, der genügend Platz bietet um deine gesamten Möbel und Umzugskisten bequem einzuladen. Bedenke dabei, dass dieser zumindest so groß sein sollte, dass du nicht gefühlte hundert Mal zwischen deiner alten und neuen Adresse hin und her fahren musst.

Extra smarter Umzugstipp: Bei vielen Möbelhäusern oder Baumärkten gibt es die Möglichkeit vergleichsweise kostengünstig einen Leihtransporter zu mieten. Dieser darf zwar meist nur in Verbindung mit einem Einkauf in diesem Geschäft ausgeliehen werden, anschließend kann er jedoch bequem in einen Umzugstransporter umfunktioniert werden.

Verpacken

Auf los geht´s los

Du hast harte Vorarbeit geleistet und alles für einen top-organisierten Umzug in die Wege geleitet. Jetzt ist Packen angesagt - und zwar richtig packen! Besorge das notwendige Verpackungsmaterial:

  • Umzugskartons (in der richtigen Größe)
  • Ausreichend Verpackungsmaterial wie Zeitungen, Luftpolsterfolie, Strechfolie und/oder Seidenpapier  
  • Marker zum Kisten beschriften
  • Genügend Klebeband

Leicht zerbrechliche Gegenstände

Gläser, Geschirr, Bilderrahmen, Vasen und Keramik sollten unbedingt in Luftpolsterfolie gepackt werden. Führe eine Liste auf der du dokumentierst, wie viele Kisten du insgesamt gefüllt hast und welche Dinge darin verstaut sind - das wird dir das Ausladen und Auspacken erleichtern!

Extra smarter Umzugstipp: Zusätzlich zu den Umzugskisten kannst du Supermärkte nach Kartons oder Bananenkisten durchforsten. Gerade zum Verstauen von kleinen Gegenstände eignen sich diese perfekt.

Transport an einen sicheren Ort

Bestimmt hast du es schon unzählige Male gehört. Wir möchten dir trotzdem noch einmal mit auf den Weg geben: Lass dir Zeit beim Möbel und Kisten tragen und lade sie vorsichtig in den Umzugswagen ein.  Fixiere die Gegenstände so, dass sie dir während der Fahrt nicht um die Ohren fliegen.

Nach dem Umzug organisieren

Der Besuch beim Meldeamt

Der Umzug ist vollbracht, die Kisten ausgepackt? Dann nichts wie ab zum Meldeamt, dem Magistratischen Bezirksamt deiner neuen Wohngegend in Wien. Hier musst du, laut österreichischem Gesetz, innerhalb von drei Tagen nach dem Umzug die Adresse deines neuen Wohnsitzes angegeben. Das Formular für den Meldezettel kannst du entweder persönlich oder über den Postweg abgeben. Herunterladen kannst du es auf help.gv.at, oder aber du schnappst dir das Formular direkt von deiner zuständigen Meldebehörde.

Eins, zwei, drei Nachsendeauftrag

Damit auch in Zukunft alle wichtigen Briefe und Pakete rechtzeitig bei dir ins Haus flattern, ist es ratsam einen Nachsendeauftrag zu erstellen. Den gibt es um 11,90 Euro bei der österreichischen Post. Nach der Einrichtung ist er für drei Monate gültig. Möchtest du auch Pakete nachsenden lassen, gibt es den Nachsendeauftrag für Pakete, der dich zusätzlich nochmal 7 Euro kostet.

Wie du siehst gibt es viel zu tun, zu planen und zu bedenken. Aber du wirst sehen: Befolgst du diese 16 Umzugstipps, wirst du eine mördermäßige Übersiedlung über die Bühne bringen und im Endeffekt stolz auf deine Leistung in Sachen Umzug sein! Sollte dazwischen doch die ein oder andere Kleinigkeit schief gehen und die pastellfarbene Glasvase der Schwiegermutter in die Brüche gehen, sieh es als Improvisationstraining. Und immerhin: Scherben bringen Glück!

Was dir zusätzlich den Start im neuen Eigenheim erleichtern wird

Schmeiße eine Party: Einweihungspartys

Egal ob im kleineren oder größeren Kreis, sind bei allen beliebt. Sie zählen zu den Veranstaltungen, die meist eine bleibende Erinnerung hinterlassen. Du solltest es nicht versäumen, den Erwerb deiner neuen Immobilie gebührend mit Freunden und Familie zu feiern und die Korken knallen zu lassen.

Und täglich grüßt das Murmeltier

Nicht verpflichtend, aber bestimmt eine nette Geste ist sich von Anfang an um eine gute Beziehung zu den Nachbarn zu bemühen. Schließlich kann jedem einmal der Zucker ausgehen :-). Darum: Stell dich doch in den ersten Wochen bei anderen Hausbewohnern vor und betreibe etwas Nachbarschaftspflege.