Immobilienlexikon – die wichtigsten Begriffe der Immobiliensprache

Immobilienlexikon – die wichtigsten Begriffe der Immobiliensprache

Annuitätenkredit? Kataster? Unbedenklichkeitsbescheinigung?! Die Immobiliensprache ist mitunter eine ganz eigene (Fremd-)Sprache – anbei haben wir die wichtigsten Begriffe in unserem Immobilienlexikon zusammengefasst und erklärt!

BegriffDefinition
AnnuitätendarlehenVariante des Hypothekendarlehens, bei dem über die Jahre gleich hohe Raten (=Annuitäten) zurückbezahlt werden. Diese bestehen aus einem Zins- und einem Tilgungsanteil.Eine genaue Erklärung und Anleitung zur Berechnung findest du hier:  Annuitaetendarlehen einfach erklaert
BauabnahmeBei der Bauabnahme werden sämtliche Arbeiten der am Hausbau beteiligten Handwerker von Bauherrschaft und Bauleiter kontrolliert und „abgenommen“.
BetriebskostenIn Österreich sind die Betriebskosten (auch Hausbetriebskosten genannt) definiert als laufende regelmäßige Kosten, die dem Eigentümer einer Wohnung, eines Hauses, eines Gebäudes oder eines Grundstücks durch deren bestimmungsgemäßen Gebrauch entstehen. Siehe auch: Betriebskosten berechnen
CourtageEntgelt für An- und Verkauf Immobilien
Energieausweis / EnergiekennzahlDer Energieausweis ist ein Dokument, das ein Gebäude energetisch bewertet.
ExposéKurzbeschreibung der Immobilie mit allen wesentlichen Informationen
FunktionsflächeDie Funktionsfläche dient der Unterbringung von sogenannten 'haustechnischen Einrichtungen". z.B. Heizungs- oder Maschinenräume.
Gemeinschaftliches Eigentum (ideelles Eigentum)Dazu gehören beim Kauf einer Eigentumswohnung das Grundstück und alle relevanten Gebäudeteile, wie beispielsweise das Dach, Treppenhaus oder die Fassade. Alle Wohnungseigentümer sind für die Instandhaltung und Verwaltung des Gemeinschaftseigentums verpflichtet – meistens übernimmt das die beauftragte Hausverwaltung.
GewährleistungGewährleistung, auch Mängelhaftung oder Mängelbürgschaft bedeutet das Einstehenmüssen für eine mangelhafte Leistung, insbesondere die Haftung für Sach- und Rechtsmängel.
GrundbuchDas Grundbuch ist ein von den Bezirksgerichten geführtes öffentliches Register, in das Grundstücke und die an ihnen bestehenden dinglichen Rechte (Eigentum, Pfandrechte, Reallasten, …) eingetragen werden.
GrundbucheintragungGrundsätzlich ist für jeden Rechtserwerb an einer Liegenschaft die Eintragung im Grundbuch erforderlich.
GrunderwerbssteuerDie Grunderwerbsteuer besteuert Erwerbsvorgänge an inländischen Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten. Sie beträgt im allgemeinen 3,5% der Bemessungsgrundlage (z.B. Kaufpreis). 
GrundflächeDie Brutto-Grundfläche ist die Summe der Grundflächen aller Grundrissebenen eines Bauwerkes, also die gesamte Fläche, auf der das Wohnhaus gebaut ist.Die Netto-Grundfläche ist die Summe der zwischen den aufgehenden Bauteilen befindlichen Bodenflächen (Fußbodenfläche) aller Grundrissebenen eines Bauwerkes. Die Netto-Grundfläche ist in Nutzfläche, Funktionsfläche und Verkehrsfläche gegliedert. 
HausgeldAls Hausgeld wird die Vorauszahlung bezeichnet, die der Wohnungseigentümer monatlich an den Hausverwalter der Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) zahlt und die am Jahresende abgerechnet wird. Das Hausgeld oder Wohngeld ist somit eine Art Nebenkostenabrechnung für den Eigentümer.
HypothekendarlehenGrundbücherlich durch eine Hypothek sichergestelltes, langfristiges Darlehen. Die Darlehenshöhe richtet sich nach dem Schätzwert des Objektes für den Fall der durch die Nichttilgung des Darlehens erforderlichen Zwangsveräußerung bzw. Zwangsversteigerung des Grundstückes.
ImmobilienertragsteuerDie Immobilienertragsteuer (ImmoESt) ist eine Steuer, die auf Gewinne von privaten Immobilien- bzw. Grundstücksveräußerungen erhoben wird. Der Veräußerungsgewinn wird dabei mit 30% versteuert. Um den Veräußerungsgewinn zu berechnen, wird die Differenz zwischen Veräußerungserlös und Anschaffungskosten ermittelt. Allerdings wird zwischen Alt- und Neugrundstücken unterschieden. Mehr dazu hier.
KatasterVerzeichnis der Grundstücke eines Bezirkes mit Angabe über Lage, Größe und Eigentümer – bildet die Grundlage für das Grundbuch.
KautionHinterlegte Geldsumme oder Garantie, die zur Sicherstellung eines bestimmten monetären Anspruches (z.B. Schadenersatz) oder einer vertraglich festgelegten Leistung durch den Kautionspflichtigen dient. Die Kaution kann je nach Vereinbarung vom Kautionspflichtigen selbst oder von einem Dritten erbracht werden.
Kredit, DarlehenEin Vertrag bei dem der Kredit-/Darlehensnehmer und der Kreditgeber eine bestimmte Laufzeit, Zinsen, etc. vereinbaren zur Nutzung der Immobilienfinanzierung
Laufende AufwendungenKosten, die für die Nutzung und Bewirtschaftung einer Liegenschaft anfallen. WohnungseigentümerInnen müssen diese als MiteigentümerInnen der Liegenschaft anteilig tragen. Darunter fallen u.a. auch die Betriebskosten.  Siehe auch: Betriebskosten berechnen
ProvisionGewährleistung, auch Mängelhaftung oder Mängelbürgschaft bedeutet das Einstehenmüssen für eine mangelhafte Leistung, insbesondere die Haftung für Sach- und Rechtsmängel.
NotarDer Notar ist eine Person, die Beglaubigungen und Beurkundungen von Rechtsgeschäften, Tatsachen, Beweisen und Unterschriften vornimmt. Ebenso ist der Notar für die Hinterlegung von Geld und Kostbarkeiten zuständig.
NutzflächeDie Nutzfläche ist der Teil, der zu einem bestimmten Zweck, z.B. zum Wohnen, verwendet wird. Bei der Berechnung der Miete geht es somit in erster Linie um den Wohnraum an sich. Siehe auch: Wohnfläche, Nutzfläche, Verkehrsfläche
NutzflächenberechnungZur Nutzflächenberechnung multipliziert man einfach die Raumlänge und –breite. Bei einer Länge von 5 Metern und einer Breite von 4 Metern ergibt als das eine Wohnnutzfläche von 20 Quadratmetern.
NutzwertberechungDie Nutzwertberechnung wird herangezogen, um das Verhältnis der Eigentumsanteile der MiteigentümerInnen untereinander zu bestimmen. Sie ist die Basis für die Berechnung von Betriebskosten und laufenden Aufwendungen bei Eigentum.
RenditeErtrag einer Investition, ausgedrückt in % des angelegten Betrages.
TilgungsdarlehenBei diesem „Ratenkredit“ wird eine monatliche Rate vereinbart, dadurch sinkt im Laufe der Darlehenszeit die monatliche Belastung und ermöglicht eine schnellere Restschuldverminderung.
UnbedenklichkeitsbescheinigungDie Unbedenklichkeitsbescheinigung wird vom Finanzamt ausgestellt, wenn die Grunderwerbsteuer bezahlt wurde. Erst mit dieser Bescheinigung ist die Eintragung des neuen Grundstückseigentümers ins Grundbuch möglich.
VerkehrsflächeAllgemeine Flächen, die dem Zugang und Verlassen von Nutz- oder Funktionsflächen dienen. Klassische Beispiele hierfür wären Hauseingänge, Gang, Stiegen, Lifte, aber auch die Garage (Ausnahme: private Parkplätze). Siehe auch: Wohnfläche, Nutzfläche, Verkehrsfläche
VerkehrswertMarktwert von Gütern, vor allem von Immobilien.
WohnflächeDie Wohnfläche bezeichnet jene Fläche, auf der man tatsächlich wohnt bzw. die zu Wohnzwecken genutzt werden kann. Es fällt darunter also alles was sich innerhalb der Wohnung befindet. Siehe auch: Wohnfläche, Nutzfläche, Verkehrsfläche
WohnungseigentumsgesetzDas Wohnungseigentumsgesetz (WEG) ist ein Bundesgesetz, das alle Regelungen zum Wohnungseigentum bestimmt. Unter anderem umfasst das WEG die Voraussetzungen und Begründung von Wohnungseigentum. Die Rechte und Pflichten der einzelnen Wohnungseigentümer. Die Vorschriften zur Verwaltung der Liegenschaft. Die Bestimmungen zu wohnungseigentumsrechtlichen Außerstreitverfahren.


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